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"Es war ein schwieriges Rennen"
30. September 2007

© FIA

Nach dem Grand Prix von Japan in Fuji sprach Kimi Räikkönen in der FIA Pressekonferenz über sein schwieriges Rennen.

Frage: Dies war eine brillante Fahrt vom hinteren Feld aus von dir. Erzähle uns etwas über die Entscheidung, vom Start mit den Bridgestone-Regenreifen anstatt mit den Reifen für extreme Nässe zu fahren und dann so früh im Rennen an die Box zu kommen!

Kimi: Wir fällten die Entscheidung, auf Intermediates zu starten. Es begann hinter dem Safety Car tatsächlich ein wenig zu regnen. Das war nicht wirklich das Problem - mein Problem war es eher, dass ich nichts sah - auf der Gerade konnte ich das Auto vor mir nicht einmal sehen, wenn es lediglich 50 Meter vor mir lag. Nach dem Rennen hörte ich, dass es ein paar Regeln gab oder sie alle dazu zwangen, auf richtigen Regenreifen zu fahren. Aber die FIA oder die Rennleitung vergaß, es unserem Team zu sagen. Aus diesem Grund mussten wir während der Safety-Car-Phase erneut an die Box kommen. Dies hat uns also eine Menge gekostet, aber es gab nichts, was wir zu diesem Zeitpunkt tun konnten. Das ganze Rennen über konnten wir nicht viel tun, denn ich konnte wirklich nichts sehen. Ich versuchte die Leute auf dem niedrigsten Teil der Strecke zu überholen, denn dort konnte man mehr sehen. Ich kam in der letzten Runde an Heikki vorbei, fuhr jedoch etwas zu schnell, und er konnte mich am Ausgang wieder schnappen. Das größte Problem war es für mich also gewesen, alle anderen Autos zu sehen. Es war ein ziemlich schwieriges Rennen, aber zumindest konnten wir etwas daraus machen.

Frage: Das hast du getan - du bist auf dem Podium ins Ziel gekommen und bist noch im Kampf um die Weltmeisterschaft dabei. Wie war das Auto in Bezug auf die Abtrieb-Level, die du hattest? Es schien auf einer Gerade sehr schnell zu sein, hattest du aus diesem Grund in den Kurven nicht viel Haftung? Du schienst zusätzlich ziemlich häufig abzufliegen, verlorst aber nicht viel Zeit, als du abflogst?

Kimi: Ich bin häufig wegen Aquaplaning von der Strecke gerutscht, aber ich kam wieder zurück. Das Auto war für trockene Bedingungen abgestimmt, es war aus diesem Grund für Regen nicht perfekt. Wir hatten dennoch ein gutes Auto, aber mit Sicherheit gestaltet es das Leben einfacher, wenn du vorn liegst und etwas sehen kannst. Das gesamte Rennen über versuchte ich, Leute zu überholen. Wir verloren erneut auf Lewis Punkte, aber wir konnten nach dem Boxenstopp nicht mehr tun, als wir gezwungen waren, die Reifen zu wechseln.

Frage: Es muss ziemlich ereignisreich gewesen sein, von hinten nach vorn zu fahren, oder?

Kimi: Ja, aber wie ich schon sagte, war es der schwierigste Teil zu sehen, wo die Leute sich auf der Gerade befinden. Wenn jemand langsamer macht, dann hat man keine Möglichkeit, dies zu wissen. Du fährst mit Vollgas, mit voller Geschwindigkeit auf der Gerade und hoffst, dass niemand langsamer macht, denn dann würdest du ihn mit Sicherheit treffen. Wenn du in langsame Kurven kommst, dann ist es viel einfacher, andere Autos zu sehen. Aber es war ziemlich schwierig.

Frage: Was denkst du nun im Hinblick auf die Meisterschaft?

Kimi: Es sieht im Moment nicht allzu gut aus, aber es gab wirklich nichts, was wir heute tun konnten. Wir haben wirklich das Bestmögliche getan. Wir verloren Punkte, aber es sind noch zwei Rennen zu fahren und wir versuchen es weiterhin, machen weithin Druck und schauen, was passiert.

Frage: Warum war Ferrari das einzige Team, das auf Intermediates startete, selbst wenn ihr die E-Mail der FIA nicht gelesen habt. War es angesichts der Bedingungen keine zu große Zockerei?

Kimi: Ich weiß es nicht. Es hätte so oder so ausgehen können. Ich hatte hinter dem Safety Car wirklich keine Probleme. Das einzige Problem war, dass ich nicht sehen konnte, aber wir wussten nichts über E-Mails oder neuer Regeln, die in Kraft getreten sind. Und sie haben irgendwie vergessen, uns darüber Bescheid zu geben, schlussendlich ist dies eine unfaire Situation, dass sie uns gezwungen haben anzuhalten, wenn du das nicht wirklich tun willst. Ich weiß nicht, ob dies einen Unterschied ausgemacht hätte.

Frage: Wie hat dir das Team mitgeteilt, dass du an die Box kommen und die Reifen wechseln sollst - was ging dir in diesem Moment durch den Kopf?

Kimi: Das Team sagte mir einfach, dass ich in der fünften Runde an die Box kommen muss. Sie kannten den Grund nicht wirklich, warum wir zu diesem Punkt dazu gezwungen wurden, aber dann hörte ich nach dem Rennen, dass es ein Papier oder Informationen gegeben hat, sie jedoch vergaßen, diese unserem Team zu geben.

Frage: Und was dachtest du zu diesem Moment?

Kimi: Nichts. Ich wusste, dass ich gezwungen war, reinzukommen. Es gab also nichts, was ich hätte tun können. Das Team kannte den Grund nicht wirklich, wir versuchten also einfach, das Beste aus der Situation zu machen.

Frage: Hattest du irgendwelche Probleme mit dem Betanken, denn du hattest zwei ziemlich kurze Tankstopps zu Beginn des Rennens und einen weiteren, der ziemlich lang war?

Kimi: Nein, hatten wir nicht.

Frage: Welches Gefühl war es, auf dem Podium zu stehen, dort zwei Finnen gleichzeitig zu sehen?

Kimi: Es ist wirklich wie jedes andere Podium auch. Ich würde lieber in der Mitte stehen. Der dritte Platz gibt mir wirklich nichts.

Frage: Es schien, als wäre Ferrari im Nassen nicht so konkurrenzfähig gewesen wie McLaren. Lag dies daran, dass ihr gehofft habt, dass es trockener sein würde, so dass ihr gestern mehr an einem Setup für trockene Bedingungen gearbeitet habt?

Kimi: Das war exakt so wie in den trockenen Bedingungen, wir haben also nichts geändert. Wir waren uns über die Wetterbedingungen für heute nicht sicher. Wir hatten erwartet, dass sie womöglich besser sein würden als gestern, aber das war nicht der Fall. Es wäre womöglich also besser gewesen, aber ich denke nicht, dass uns dies irgendetwas gekostet hat. Das Auto war heute und gestern ziemlich gut zu fahren.

Frage: Wie erklärst du den letzten Boxenstopp für Felipe am Ende des Rennens, als er vor dir lag. War das geplant oder war das für dich eine Hilfe?

Kimi: Da musst du ihn fragen.

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